Öffentlichkeitsarbeit für Projektmanager: Beispiel Project Roadmap Community 2012

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Projektmanager werden Online-Autoren: So motiviert man die Zielgruppe der Projektmanager zur Dokumentation / Öffentlichkeitsarbeit im Internet/Intranet.

Seit 2005 stehen die Projektatlas-Plakate von Raimo Hübner & Mitarbeitern unter www.project-roadmap.com zum – nach einer Online-Registrierung – freien Internet-Download zur Verfügung. Eine kleine Website mit Online-Redaktionssystem “kapselte” den Download der Plakate und verbarg den Schatz der Projektatlas-Grafiken vor einem Grossteil der Besucher.

Hauptproblem: die Download-Inhalte der Website waren vor der Registrierung nur wenig und nicht schick erklärt. Projektmanager sind eben keine Online-Redakteure. Weiterlesen

Deutscher Project Excellence Award – jetzt bewerben

Ihre Kunden und Mitarbeiter sind begeistert von den Ergebnissen ihres Projekts? – Nutzen Sie den Project Excellence Award der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement für Ihre Öffentlichkeitsarbeit.

Noch bis zum 01. März 2012 sind Bewerbungen um den Deutschen Project Excellence Award 2012 möglich. Nachdem ich in den vergangenen Jahren mehrmals als Assessor am Project Excellence Award beteiligt war, möchte ich im folgenden Beitrag eine Betrachtung des Awards aus der Sicht von noch nicht mit dem Award-Prozess vertrauten Projekt-Teams versuchen.

Wichtige Hintergrund-Information: die Anforderungen an die Erstellung der schriftlichen Bewerbungsunterlagen sind seit 2011 deutlich geringer geworden, womit die Einstiegs-Hürden für kleinere Unternehmen entscheidend gesunken sind. Bis zum 01.März ist lediglich ein kurzer Projektsteckbrief einzureichen, sodass noch genug Zeit für spontane Bewerbungen bleibt … Weiterlesen

Seminar / Workshop: Kommunikation, Präsentation und Verhandlungsführung

Weiterbildungs-Konzept für eine Veranstaltung der Reihe “Absolventen für Absolventen”

Erfolgreiche Führungskräfte überzeugen durch Körpersprache, Stimmlage und Rhetorik – der kommunizierte Inhalt spielt dagegen in vielen Fällen nur eine untergeordnete Rolle bei der Bewertung des Gesprochenen durch den oder die Zuhörer.

In einem Wochenendseminar wollen wir vor diesem Hintergrund verschiedene Kommunikations-, Präsentations- und Verhandlungstechniken vorstellen, diskutieren und trainieren. Dazu werden realistische Situationen simuliert – vom Smalltalk über Kundengespräche und Besprechungen bis hin zum Vertragsabschluss. Neben der Situationssimulation wollen wir uns auch mit ihrer Analyse beschäftigen und in der Gruppe Stärken, Herausforderungen und Potentiale diskutieren.

Die Seminarleiter Steven Hartung und Michael Pfannkuchen haben für diese Veranstaltung ihre langjährigen Berufserfahrungen  strukturiert und durch Elemente des klassischen  Kommunikations-Trainings ergänzt. Das Seminar eignet sich damit in erster Linie für Hochschul-Absolventen, die ihre eigenen kommunikativen Fähigkeiten an zukünftig zu erwartende berufliche Herausforderungen anpassen wollen. Weiterlesen

Veranstaltungsreihe / Seminare “Absolventen für Absolventen”

Ein Konzept für die Zeit nach dem Diplom:

Die Wissensweitergabe an andere Menschen ist eine meiner liebsten Beschäftigungen. Im Rahmen der Diskussionen rund um den HTWK Leipzig-Alumnitag 2010 entstand die vage Idee von Weiterbildungsveranstaltungen für Absolventen. Grundgedanke: wir suchen den perfekten Anlass für sinnvolles Netzwerken jenseits des schlüpfrigen Parketts der diversen Business-Superman-Treffen.

Die Hochschule und ihre Professoren sollten daran ebenfalls Interesse haben: schließlich sind die Absolventen vor allem nach ihrem Abschluss Aushängeschild für die Qualität einer Bildungseinrichtung.Clipart: Absolventen laufen zur Weiterbildung an die HTWK

Ein Jahr und ein „Test“-Seminar später haben sich folgende Kerngedanken heraus kristallisiert: Weiterlesen

Exzellente Projekte machen Spaß

Das Project Excellence Modell der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) als Ideengeber für erfolgreiche soziale Projektarbeit

Quellenangabe
Dies ist Teil 1 der Artikelserie „Das Project Excellence Modell der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement als Ideengeber für die Arbeit in sozialen Projekten“. Ursprünglich erschienen im  Corax Magazin für Kinder und Jugendarbeit in Sachsen, Ausgabe 4/2008, hier für die Online-Publizierung überarbeitet.

Die branchenspezifischen Projektmanagement-Schulungen im sozialen Umfeld werden von den Teilnehmern in der Regel mit einer gewissen Euphorie erlebt: es macht Spaß im Team mit den Seminarkollegen Ziele zu definieren, sich über die eigene Rolle und Verantwortung klar zu werden und danach komplexe Aufgaben in ihre Einzelbestandteile zu zerlegen – im Kopf entsteht ein klares Bild darüber wie eigene Projekte ablaufen sollten und die Gewissheit zukünftigen erfolgreichen Handelns.

Der Transfer des Gelernten in die Praxis der sozialen Arbeit fällt dann jedoch oftmals schwer – schon einmal deshalb, weil die Projektarbeit immer wieder neue, durch kein Training vorhersehbare Situationen entstehen lässt. Dazu kommt in vielen Fällen die ganz normale menschliche Skepsis gegenüber neuen Vorgehensweisen: Kollegen und Klienten waren nicht mit beim Seminar dabei und bezweifeln den Nutzen des Theoretischen. An dieser Stelle kann das im folgenden vorgestellte Project Excellence Modell der GPM helfen: es visualisiert in einer einfachen Übersicht neun Kriterien guter Projektarbeit und ermöglicht für die konkrete Problemsituation das „HineinSehen“ ins Detail. Weiterlesen

Unternehmerisches Denken in der Projektarbeit

Abstract / Call for Paper 3. BIEM-Symposium zu Entrepeneurship und
Innovation: Unternehmerisches Denken als entscheidender Erfolgsfaktor für
in die Lehre integrierte Studienprojekte

Unternehmensgründung und Projektmanagement sind sich in vielerlei Hinsicht ähnlich: insbesondere die Neuartigkeit der Aufgabenstellung für die Beteiligten ist in beiden Fällen eine prägende Eigenschaft. Aus diesem Grund habe ich anläßlich des BIEM Symposiums im Frühsommer 2010 meine Erfahrungen aus der Projektmanagement-Lehre mit den Erfahrungen aus der Beratung von Unternehmensgründungen abgeglichen. Neben dem fachlichen Wissen sind in beiden Fällen bestimmte soziale Verhaltensweisen entscheidende Erfolgsfaktoren für den unternehmerischen Erfolg: auf der Basis der Idee eines “Unternehmer-Gens” (enthalten im Harvard Business Manager 02/2010 [3]) entstand der Tagungs-Vortrag “Unternehmerisches Denken als entscheidender Erfolgsfaktor für in die Lehre integrierte Studienprojekte”.

Problemstellung:

Zum Studienplan des Fachbereichs Medien der HTWK Leipzig (FH) (4 Studiengänge) gehört seit einigen Jahren die Durchführung von für Hochschule / Fachbereich wichtigen Imagepflege- und Entwicklungsprojekten durch studentische Projektteams (Produktentwicklung, Materialforschung, Messe- Auftritte, Media- Events, Filmproduktion). Um die Qualität der Projektergebnisse zu sichern, wurde der Lehrveranstaltung „Projekt“ eine Lehrveranstaltung „Projektmanagement“ „vorgeschaltet“. Diese soll theoretisches Wissen zu vermitteln, die Anwendung grundlegender Projektmanagement-Methoden durch die Studenten erzwingen, sowie die Auftraggeber (Hochschullehrer) an eine faire und zielorientierte Zusammenarbeit mit den Projektteams heranführen.[2]

Im Vortrag wird die bisherige Vorgehensweise sowie ein – aus den Erfahrungen vergangener Lehrveranstaltungen abgeleiteter – geplanter Verbesserungsprozess vorgestellt – dieser basiert auf dem Grundgedanken „Entwicklung unternehmerischen Denkens“.

Vorgehen:

Strukturierung der Lehrveranstaltung / angewandte Methoden:

  1. Ausschreibung der Projekte durch die Hochschullehrer (Projektmanagement-Prozessphase 1) mit folgender Einschreibung.
  2. Lehrveranstaltung Projektmanagement (2 SWS Vorlesungen, 1 SWS Seminare, 3 SWS selbständige Arbeit -> Abgaben der Zwischenergebnisse der Projektplanung)
  3. Projektverteidigung als Ende der Lehrveranstaltung Projektmanagement: Vorstellung der Projektplanung / Diskussion und Bewertung durch Projektauftraggeber und Dozent Projektmanagement – Benotung der bisherigen Projektarbeit durch ein dafür entwickeltes Project-Excellence-Modell
  4. Realisierung der Projekte im Rahmen des Fachs Projekt. (6 SWS)
  5. Projektabschlussgespräch der Projektauftraggeber: Auftraggeber-individuelle Notenvergabe für die Projektarbeit.

Untersucht werden die im Rahmen der Projektverteidigung ermittelten Exzellenz-Ergebnisse sowie das Projekt-Abschluss-Feedback der Projektauftraggeber.

Ergebnisse, Kernthesen, Implikationen:

Die formalen Ergebnisse in den Fächern Projektmanagement und Projektarbeit können mittlerweile  durchschnittlich mit „Sehr gut“ bewertet werden. Erhebliche Verbesserungs Potentiale werden jedoch in der Weiterentwicklung der Projektideen (während der Projektplanung) sowie dem kreativen Problemlösungsverhalten während der Projektrealisierung gesehen.

Kernthese für die weitere Verbesserung der Projektergebnisse der Lehrveranstaltung:

Der Anteil der Projektwirtschaft in deutschen Unternehmen beträgt heute bereits durchschnittlich 37 Prozent. Die insbesondere für junge innovative Unternehmen zentralen Unternehmensprozesse  Produktentwicklung und Vertrieb werden zunehmend als Projekte organisiert[1]. Im Umkehrschluss sollte die Förderung unternehmerischen Denkens die Qualität der Zielfindung und allgemein die Problemlösungskompetenz verbessern.

Als neue Zielkompetenzen der Lehrveranstaltung Projektmanagement werden die Themen  finanzwirtschaftliche Planung und Handlungsmuster für innovative Ideen[3] definiert.

Verweise:

[1] Hays AG. (2010). Studie „Betriebliche Projektwirtschaft. Eine Vermessung“. Download-URL: http://www.hays.de/studien

[2] Pfannkuchen, Michael, Wagner, Ronny. (2007). In die Lehre integriertes Projektmanagement für Forschungs- und Entwicklungsprojekte der HTWK Leipzig (FH). Tagungsband zum 24. Internationalen Deutschen Projektmanagement-Forum 2007, 680-696.

[3] Dyer, Jeffrey H., Gregersen, Hal B., Christensen, Clayton M. (2010). Die Innovatoren-DNS. Harvard Business Manager Februar 2010, 57-65.

Project Excellence Kriterium 6: Kundenzufriedenheit

Was Projekte aus Sicht von Geldgebern und Endanwendern leisten

Mir selbst passiert dieser emotionalste Moment gewöhnlich nur einmal aller zwei Jahre: das Öffnen des Briefumschlags mit dem Feedback zur Lehrveranstaltung des vergangenen Semesters: wie werden die Studenten wohl diesmal die Arbeit ihres Projektmanagement-Dozenten beurteilen?

Theoretisch sind Lehr-Evaluationen eine gute Gelegenheit um zu erfahren, was bei den Studenten wohl an anwendbarem Methoden-Wissen hängen geblieben sein könnte. Leider haben die Benotungen dann meist weniger mit den fachlichen Anstrengungen des Lehrenden zu tun und reflektieren vorrangig den organisatorischen Ablauf der Lehre.

Das macht mich und die Kollegen nicht glücklich, ist aber für in die Vergangenheit gerichtete Zufriedenheits-Erhebungen normal, wie wir am Ende dieses Artikels sehen werden.

Kundenzufriedenheit und Kundengruppen

Kundenzufriedenheit ist bei allen Kundengruppen das Resultat der während und nach dem Projekt wahrgenommenen Leistungen und Ergebnisse des Projekts, verglichen mit den Erwartungen vor und zu Anfang des Projekts.

In Betracht bezogen werden sowohl „selbstverständliche Leistungsanforderungen“ als auch „nicht spezifizierte Leistungsmerkmale“.

In der Projektarbeit werden mindestens zwei sehr unterschiedliche Interessensgruppen als „Kunde“ bezeichnet:

Führungskräfte / Manager des projektleistungs-beauftragenden Unternehmen / Organisation spielen eine aktive Rolle als Kunde vom Typ „Auftraggeber“ (im sozialen Projekt werden das häufig die Ansprechpartner bei den Geldgebern sein, zum Beispiel dem Jugendamt).

Im Projekt mitwirkende bzw. von den Projektergebnissen betroffene Personen der Kundenorganisation bilden die Kundengruppe der „(End-)Anwender“ (im sozialen Projekt in der Regel durch Klienten bzw. Kursteilnehmer vertreten).

 Der Klient als schwieriger Kunde

Eine positive Einstellung der Endanwender gegenüber den Projektergebnissen (= Kundenzufriedenheit der Endanwender) ist in allen Bereichen essentiell für einen nachhaltigen Projekterfolg. Erfahrene Projekt-Teams werden Mitarbeitern des Kunden deshalb frühzeitig den Nutzen (Wert) neuer Arbeitsmethoden nahe bringen, etwaige Anregungen zur Optimierung des Projektergebnisses aufnehmen und wenn möglich umsetzen. Geeignete Schulungsmaßnahmen nehmen Ängste vor dem Neuen und verringern den Aufwand zur Bewältigung von Umstellungsschwierigkeiten (siehe Abbildung 1 „Positive und negative Quellen der Kundenzufriedenheit während des Projekts“).

Waage mit den zwei Waagschalen Wert-Summe und Kosten-Summe. Auf den Waagschalen liegen die Einflußfaktoren des Kundengefühls bezüglich der Projektergebnisse

Abbildung 1: „Positive und negative Quellen der Kundenzufriedenheit während des Projekts“

Hinweis für die Arbeit im sozialen Projekt: Auch im sozialen Projekt wird die allgemeine Akzeptanz der Projektziele durch Teilnehmer häufig ein entscheidender Faktor für den Projekterfolg sein. Da das offensichtliche Projektziel, z.B. die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, durch den Teilnehmer häufig mehr oder weniger bewusst abgelehnt wird, sollte die soziale Arbeit den anderen Wert-Faktoren erhöhte Aufmerksamkeit zukommen lassen. Möglich wäre z.B. die arbeitsweg-unabhängige Zurverfügungstellung von ÖPNV-Monats-Tickets als „produktbegleitende Dienstleistung. Das „coole“ Image des Sozialarbeiters und eine professionelle Außendarstellung der Trägerorganisation gehören aus meiner Sicht genauso zur hoch-qualitativen sozialen Projektarbeit wie auch zusätzliche finanzielle Anreize zum Mitmachen und die Berücksichtigung der sich aus der Projektteilnahme und ggf. Änderungsdruck entwickelnden psychischen Probleme der Teilnehmer (Berücksichtigung der Kostenfaktoren bei der Projektdurchführung).

Schwieriger Premium-Kunde  Fördermittelgeber

Auftraggeber bzw. deren Vertreter interessieren sich häufig nur zu einigen wenigen Zeiten für das von ihnen initiierte / finanzierte Projekt: im einfachen Fall beschränkt sich der Kontakt auf die Auftragsvergabe und die Abnahme der Ergebnisse zum Projektabschluss.

Daneben wird die Auftraggeber-Zufriedenheit in vielen Fällen dann erst bei der Vergabe zukünftiger Aufträge und beim (Nicht-)Aussprechen von Empfehlungen für weitere Projekte entscheidend: die Auftraggeber-Zufriedenheit ist damit in erster Linie eine zurückreflektierende Größe.

Als Wert-Faktoren des Projekts sind einige Wochen nach Projektabschluss vornehmlich zusätzliche Dienstleistungen zur Integration der Ergebnisse in die Arbeit des Unternehmens präsent (z.B. Dokumentationen und Schulungen). Unerwartete notwendige Abstimmungschleifen im Projektverlauf bedeuteten in der Regel „es gibt ein Problem“. Der zeitliche und finanzielle Aufwand zur Problemklärung und die mit der Konfliktlösung verbundene psychische Energie bilden für den Auftraggeber die nachhaltig negativen Wert-Faktoren (Kosten-Faktoren) des Projekts. (Siehe Abbildung 2 „Positive und negative Quellen der Kundenzufriedenheit eines „vergangenen“ Projekts“)

Abbildung 2: „Positive und negative Quellen der Kundenzufriedenheit eines „vergangenen“ Projekts“

Hinweis für die Arbeit im sozialen Projekt: Neue Projektinhalte und Projekterfolge sollten für den Fördermittelgeber mit aussagekräftigen und für seine Präsentationen weiterverwendbaren Unterlagen aufbereitet werden. Entwickeln Sie bei aufkommenden Problemen immer sofort eine Kommunikationsstrategie für sich und den Fördermittelgeber: sowohl für den Dialog zum Geldgeber als auch für die externe Darstellung (z.B. gegenüber Klienten, Nachbarn, Medien)und vermitteln sie allgemein den Eindruck eines lösungsorientierten und wenig konfliktträchtigen Partners.

Wir wollen doch nur zusammen spielen …

10% Fakten und 90% Bauchgefühl: Kundenzufriedenheit ist immer noch wenn wir uns wohl fühlen und uns einfach in das freundliche Lächeln des Gegenüber fallen lassen können. :-)

Obwohl allen irgendwie mit Produktverkauf und Produkt-Service beschäftigten Menschen das  Wort Kundenzufriedenheit nahezu täglich zum Maßstab ihres Handelns erklärt wird: in der Literatur  gibt es keine allgemein anwendbaren direkten Messgrößen zur Projekt-Kundenzufriedenheit.

Theoretisch können die beiden Basis-Faktoren der insgesamt acht  „Gewinn-Wert-Faktoren“ eines Projekts sinnvoll in Zahlen ausgedrückt werden (siehe Abbildung 1 „Positive und negative Quellen der Kundenzufriedenheit während eines Projekts“). In der Praxis dürften selbst der Wert der geschaffenen Produkte / Projekt-Ergebnisse und die tatsächlichen Projektkosten nicht in jedem Fall bestimmt werden (können).

Hinweis für die Arbeit im sozialen Projekt: Wichtigstes Geheimnis einer langfristigen Kundenzufriedenheit ist ein wertschätzender Umgang zwischen dem Projektteam und den erwähnten Hauptkundengruppen. Interessieren Sie sich für die Sorgen, Nöte, Probleme der Anderen und lassen Sie daraus resultierende Anregungen in das eigene Handeln einfließen.

Happy projects : Michael Pfannkuchen

Die Projektarbeit vereinfachen mit den ESF-Prozessen

Prozesse als Basis des ESF-Qualitätsmanagement

Quellenangabe
Dies ist Teil 5 der Artikelserie „Das Project Excellence Modell der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement als Ideengeber für die Arbeit in sozialen Projekten“. Ursprünglich erschienen im  Corax Magazin für Kinder und Jugendarbeit in Sachsen, Ausgabe 4/2009, hier für die Online-Publizierung überarbeitet.  Das in diesem Artikel betrachtete Kriterium heißt „Prozessorientierung“ und ist als Thema der sozialen Arbeit mittlerweile unter dem Begriff „ESF-Prozesse“ bekannt.

Der Europäische Sozialfond (ESF) wurde in den letzten Jahren zu einem der größten und wichtigsten Geldgeber für soziale Projekte von der Drogenprävention bis zur beruflichen Förderung von Jugendlichen mit Vermittlungshindernissen. Aufgrund mangelnder Nähe zwischen EU-Fördermittelgeber und der sozialen Arbeit vor Ort hat der ESF formale Prozesse zur Qualitätssicherung festgelegt. Die für beschäftigungsorientierte ESF-Projekte geforderten Projektmanagement-Prozesse lehnen sich dabei an internationale Qualitätsmanagement-Normen an (Zertifizierte ESF-Projekte nutzen dabei das EFQM-Modell der European Foundation of Quality Management – siehe [1]). Weiterlesen