Die Projektarbeit vereinfachen mit den ESF-Prozessen

e als Basis des ESF-Qualitätsmanagement

Quellenangabe
Dies ist Teil 5 der Artikelserie „Das Project Excellence Modell der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement als Ideengeber für die Arbeit in sozialen Projekten“. Ursprünglich erschienen im  Corax Magazin für Kinder und Jugendarbeit in Sachsen, Ausgabe 4/2009, hier für die Online-Publizierung überarbeitet.  Das in diesem Artikel betrachtete Kriterium heißt „Prozessorientierung“ und ist als Thema der sozialen Arbeit mittlerweile unter dem Begriff „ESF-Prozesse“ bekannt.

Der Europäische Sozialfond (ESF) wurde in den letzten Jahren zu einem der größten und wichtigsten Geldgeber für soziale Projekte von der Drogenprävention bis zur beruflichen Förderung von Jugendlichen mit Vermittlungshindernissen. Aufgrund mangelnder Nähe zwischen EU-Fördermittelgeber und der sozialen Arbeit vor Ort hat der ESF formale Prozesse zur Qualitätssicherung festgelegt. Die für beschäftigungsorientierte ESF-Projekte geforderten Projektmanagement-Prozesse lehnen sich dabei an internationale Qualitätsmanagement-Normen an (Zertifizierte ESF-Projekte nutzen dabei das EFQM-Modell der European Foundation of Quality Management – siehe [1]). Weiterlesen

Begriffsherkunft:
Die internationale Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001:2000 stellt fest „Ein gewünschtes Ergebnis lässt sich effizienter erreichen, wenn Tätigkeiten und dazugehörige Ressourcen als Prozess geleitet und gelenkt werden.“

Das Züricher „Institute for Total Quality Management“ beschreibt den Begriff „Prozess“ als „Eine Folge von Tätigkeiten, die Wertschöpfung erbringt, indem sie aus einer Input- Vielfalt den verlangten Output erzeugt.“.

Praktisch formuliert:
Es gibt Regeln, wie was gemacht werden soll. Diese Regeln sind niedergeschrieben: entweder durch externe Vorgaben (z.B. das Abrechnungs-Verfahren gegenüber dem Europäischen Sozialfond) oder werden selbst festgelegt. Die schriftliche Dokumentation eigener Regeln soll die Selbstreflexion des Schreibers erzwingen, Kollegen-Feedback zu offensichtlichen Verbesserungs-Potentialen herausfordern sowie allen Projektbeteiligten Vorgehen und Sinn bestimmter Handlungsweisen verdeutlichen.